Endlich Bewegung am Gronauer Kurti

18.12.23 –

Den Kurt-Schumacher-Platz kurzfristig und auf Dauer aufwerten: Volle Unterstützung von Ratsfraktion und Ortsverband Bündnis90/Die Grünen – wir setzen uns für die schnelle Attraktivierung und für eine nachhaltige Aufwertung des Gronauer Zentrums ein. (Von Stefan Kuhlmann, 18.12.2023)

Bewohner und Besucher von Gronau kennen (und meiden) ihn, den „Kurti-Platz“ – seit Jahren eine triste, wenig gepflegte, aber große Freifläche in der Gronauer Innenstadt, in direkter Nachbarschaft zum „Hertie-Krater“, der öden Grube des im September 2018 abgerissenen Gebäudes der Karstadt/Hertie-Gruppe.  

Zur Erinnerung:

In den 1960er Jahren galt der Bau des Kurt-Schumacher-Platzes und der umliegenden Wohn- und Geschäftshäuser als großer städtebaulicher, wirtschaftlicher und sozialer Wurf. Die damals für den Neubau abgerissenen historischen Gebäude waren in schlechtem Zustand: eng, feucht, krankmachend. Doch was vor 50 Jahren als modern und vorbildlich galt, ist mittlerweile selbst in die Jahre gekommen.

Immerhin, im Mai 2021 hat der Rat der Stadt – mit Unterstützung der grünen Ratsfraktion – beschlossen, die Innenstadt rund um den Kurti zu beleben und teils neu zu bebauen (siehe Animation Quartiersentwicklung Innenstadt Gronau). Allerdings kann die vollständige Realisierung des ambitionierten Plans aus wirtschaftlichen und planungsrechtlichen Gründen nur schrittweise erfolgen. Immerhin nehmen aber die Pläne zu Errichtung eines Gesundheitszentrums am Platz Gestalt an; doch bis dieses in Betrieb gehen kann, wird noch einige Zeit für Planung, Bau und Vermietung gebraucht.

  • Darum begrüßen wir (wie auch andere Ratsfraktionen) die im Herbst 2023 vorgestellte Initiative von Dagmar Wigbels (WIBO Immobilien) zu einer kurzfristigen Attraktivierung des Kurti-Platzes. Seit November 2023 kooperieren WIBO, Stadtverwaltung, Cityring und viele weitere Unterstützer mit dem Ziel, den Platz und den Hertie-Krater im Frühjahr 2024 für Bürger und Besucher attraktiv und „bewohnbar“ zu machen (siehe WN-Bericht zum Interim-Projekt), bis in einigen Jahren die geplanten Bauten fertig sind und genutzt werden können. Zur Attraktivierung gehören eine ansprechende Ausstattung des Platzes und eine flexible Nutzung der Fläche in der Hertie-Grube als Veranstaltungsort und Parkplatz. Der Ortsverband Bündnis90/Die Grünen unterstützt das Projekt politisch und materiell: wir werden Kübelpflanzen für die geplante Hecke an der Hertie-Grube beisteuern.
  • Zugleich unterstützen wir die Errichtung eines modernen Gesundheitszentrums am Kurti, mit Fachärzten und medizinischen Dienstleistungen, als Beitrag zur Sicherung einer hochwertigen medizinischen Versorgung in der Stadt und als zentraler Baustein für die städtebauliche Aufwertung der Innenstadt. Dies hat der Rat der Stadt im Mai 2023 auch mit unserer Beteiligung mehrheitlich beschlossen. Im Herbst 2023 wurde eine Quartiersentwicklungsgesellschaft für die Innenstadt Gronau mbH (QEG) gegründet, die seither den Planungsprozess vorantreibt, in Kooperation mit der lokalen Ärzteschaft und den Krankenhäusern, dem Rat und der Verwaltung der Stadt. 2024 wird ein Architektenwettbewerb mit dem Ziel einer möglichst attraktiven und nützlichen Gestaltung des Gesundheitszentrums durchgeführt. Aus heutiger Sicht kann das Gesundheitszentrum ab 2028 den Betrieb aufnehmen. Vielleicht erscheint das manchen Bürger:innen als spät, planungs- und wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen aber lassen eine weitere Beschleunigung des Verfahrens nicht zu. Eine Diskussionsveranstaltung der Stadtverwaltung mit der Gronauer Ärzteschaft, der QEG und Ratsmitgliedern im Dezember 2023 machte sehr deutlich, dass Ärzte die Entwicklung des Gesundheitszentrums mit Interesse und Sympathie verfolgen. Wir werden die einvernehmliche Kooperation mit den Ärzten über unsere Ratsfraktion und unsere Mitwirkung in den QEG-Gremien entschlossen unterstützen.

Dies sind zwei aktuelle Schritte zur Quartiersentwicklung in der Innenstadt Gronau. Weitere Bau- und Entwicklungsmaßnahmen am Kurti sind unterwegs (Umbau der Parkgaragen; Neubau mit Gastronomie und Indoor-Spielplatz; zwei weitere Gebäude mit Gewerbe-, Verwaltungs- und Wohnnutzungen).

Die grüne Ratsfraktion begleitet diese Entwicklung kritisch-konstruktiv, ganz im Sinne unseres Leitbildes für Gronau. Weitere Berichte an dieser Stelle werden folgen.

Übrigens, wie Innenstädte in unserer Grenzregion zu den Niederlanden erfolgreich entwickelt werden können, zeigen attraktive Beispiele aus dem Ems-Dollart-Raum (u.a.  Emmen, Winschoten, Coevorden, Hardenberg, Papenburg, Leer, Lingen, Meppen und Nordhorn).

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